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Verschwörungstheorie zum Ratenkauf

2011-09-24 21:17 von DMadmin (Kommentare: 0)

Verschörungstheorie zum Ratenkauf im Internet

Ratenkauf im Fokus der Verschwörungstheoretiker

Angriff auf das Kapital - Wie Hacker-Kommunisten Banken schädigten

Paul G., 43 sitzt niedergeschlagen in seinem Wohnzimmer. Er habe “das doch nicht gewollt”, er sei ja auch “keiner von denen.” In der kleinen Bankfiliale von Barslingen ist Herr G. nach fast 25 Jahren trotzdem nicht mehr willkommen. “Ausgemacht hat er die Bank!”, glauben die Nachbarn. Doch es hätte jeden treffen können. Den Tipp zum Finanzkauf im Internet bekam der ruhige Sanitärinstallateur von einem Arbeitskollegen. “Der Franko ist auch nur Opfer, das wusste der auch nicht”, erklärt G. schützend. Hinter dem Kacheltisch läuft der Flachbildfernseher, mit dem Paul G. seine Bank vorübergehend abschaltete.

Eldorado - wie der Hype begann

Als im Mai 2009 die Ratenzahlung im Internet stark anstieg, glaubten Finanz- und Computerexperten zunächst der Hype werde sich schnell wieder normalisieren. “Da hatten doch alle drauf gewartet”, sagt Ernst Heisig vom Dachverband Teilzahlung bei Abrechnung (DTA). Wegen mangelnder Bandbreite im Internet einigten sich Betreiber von Onlineshops in den späten Neunzigern darauf, die Bestellung eines Kunden in einem einzigen Buchungsvorgang abzurechnen, um die Last für das Netz so klein wie möglich zu halten. Aus diesem Agreement resultierte nach Wegfall des Rabattgesetzes ein echter Wettbewerbsnachteil gegenüber Elektronik-Märkten und Möbelgeschäften, die dem Kunden Ratenzahlung ermöglichten. Mit fortschreitender Technik und immer höheren Internetbandbreiten konnten auch Onlineshops endlich flexible Finanzierungsmodelle anbieten. “Es war wie der Goldrausch”, schwärmt Heisig. “Wir haben ja nicht geahnt, dass wir alle nur benutzt werden.”

Taskforce des Misserfolgs

Das Auftauchen von immer mehr Onlineshops, die Finanzkauf erlaubten, bewog die Konsumenten zu unzähligen Bestellungen mit Ratenzahlung. Jede davon verursachte eine Menge von Transaktionen. “Bis zu 72 Buchungen mussten abgewickelt werden”, doziert Heisig. “Und das ist erst die halbe Wahrheit, denn was beim einen runter geht, das bekommt auch irgendwer!” Schnell vergrößerte sich die Last auf den Servern und Leitungen der Finanzdienstleister. Doch wenn die Geschäfte blendend laufen, gründet niemand eine Arbeitsgruppe, um herauszufinden, wie man den Erfolg stoppen kann. Bei erstaunlichen Quartalszahlen fragte keiner, wer die flexiblen Zahlungsoptionen in den Onlineshops eingestellt hatte. Die Administration glaubte, der Vertrieb habe sich für den Finanzkauf entschieden. Die Vertriebler mutmaßten, die Technik nutze nun endlich die Möglichkeiten der vergrößerten Internetbandbreite. Die Geschäftsleitungen schließlich sonnten sich in der Erkenntnis, das Management habe mit der Möglichkeit von Ratenzahlung im Onlineshop die richtige Antwort auf den enger geschnallten Gürtel der Finanzkrise gefunden.

Angewandtes Chaos

Die eigentlichen Urheber der glänzenden Umsätze mögen dem gegenseitigen Schulterklopfen der Webseiten Betreiber amüsiert zugesehen haben. Entwickelte sich doch alles so, wie sie vorausgeplant hatten. Getrieben von der Idee, den gierigen Banken maximal zu schaden, hatte sich eine internationale Gruppe hochintelligenter Computerspezialisten zusammengetan. Einer von ihnen - Sergej Postolk, 23 - wechselte im August 2011 schließlich dieSeiten und gab den Fahndern entscheidende Insider-Informationen. Nach Postolks Angaben hatten einige der 14 Hacker im Kern-Team der Gruppe auf dem Höhepunkt der Finanzkrise erfahren müssen, wie wenig der Einzelne gegen die Macht des Marktes tun kann. Drei Gründungsmitglieder verdienten zuvor in der Dubliner IT-Branche gut, verloren jedoch dann die gesamten Ersparnisse bei einer irischen Bankenpleite. Verbittert flohen sie intellektuell in neo-kommunistische Thesen über Geld-, Macht- und Umverteilung und wie man diese technisch beschleunigen kann. Fähige und labile Mitstreiter, unter ihnen Sergej Postolk, wurden rekrutiert. Die Männer ersannen einen perfiden Plan, bei dem die Banken als eigentliche Opfer erst dann Schaden nehmen würden, wenn die Computereinbrüche bereits Monate zurücklagen und viel weniger gesicherte Rechnerumgebungen kompromittiert hatten. Sie drangen in die Webserver von zahlreichen Onlineshops ein und aktivierten dort Ratenzahlung, um die Banken zu überlasten. “Wir schufen den Schmetterling, der das Erdbeben auslösen würde”, gesteht Postolk. “Wir mussten nicht einmal alle Shops knacken. Die Kleinen zogen selber nach, um Kunden zu angeln.” Jeder wollte dabei sein. Da zu keinem Zeitpunkt Geld fehlte, fiel niemandem etwas auf.

Zu spät, zu wenig

Die Zuwächse beim Online-Finanzkauf stiegen weiter explosionsartig. Der Verband DTA warnte, dass die Infrastruktur für die elektronische Abrechnung der Online-Ratenzahlung an der Lastgrenze arbeite. Doch die Banken reagierten widerwillig bis schleppend und rüsteten Ihre Systeme zu langsam auf. Der Kollaps war unausweichlich. Nach Informationen des DTA waren Mitte Mai 2011 etwa 34 Geschäftsbanken kurzzeitig teilweise oder vollkommen unfähig, ein geregeltes Online-Banking oder gar weitere Ratenzahlungen abzuwickeln. Erst bei den später erfolgten Banken-Stresstests der EU wurden zufällig die zuvor einzeln beobachteten Probleme als ein Muster erkannt. Es entstand den Banken ein Schaden in gut zweistelliger Millionenhöhe wegen Geschäftsausfall. Einige Banken waren so massiv betroffen, dass wegen Überlastung der Infrastruktur sogar der Betrieb am Schalter ausgesetzt werden musste. Darunter die Bank von Paul G.

“Rohrbruch in der Bank”

Nach unzähligen Finanzkauf Buchungen stellte in Barslingen das zentrale Abrechnungssystem am 12. Mai die Arbeit für etwa 6 Stunden vollständig ein. Die IT-Forensiker ermittelten zunächst die Quelle der letzten Kontobewegung als hauptverdächtigen Kontoinhaber. Die elfte Rate von Paul G.s 52’ Zoll Plasma-Bildschirms brachte nach heutigen Erkenntnissen die Rechner zum Erliegen. Wenig später kolportierte die Lokalpresse Interna aus den Ermittlungen und gab den 43-jährigen Handwerker so dem Spott der Öffentlichkeit Preis. G. wird demnächst umziehen. “Ich kann nicht mehr”, sagt er. “Das ist, als ob du in der Badehose über die Straße läufst!” Den Rechtsstreit hat seine ehemalige Bank inzwischen eingestellt. Man sähe “Versäumnisse auf beiden Seiten”, wurde auf Nachfrage mitgeteilt. Eine Geschäftsbeziehung mit Herrn G. wollen die Barsliner Banker trotzdem nicht fortführen.

Kein Zurück

Die Fahndung nach den Computerkriminellen läuft derzeit noch auf Hochtouren. Sergej Postolk zeigt den Kriminalbeamten in der Sicherheit des Zeugenschutzes all jene Tricks, die seine ehemaligen Komplizen ausnutzen, um unbemerkt in die Server einzubrechen. Die “Zero-Day-Exploits”, also Fehler, die noch keinen Tag bekannt sind, verblüffen selbst die Spezialisten unter den Ermittlern.
Doch die Hacker haben den Plan zu perfekt ausgeführt. Die Lawine des Finanzkaufs wurde zu groß, um gestoppt zu werden. Selbst wenn einige Banken vorübergehend die Arbeit einstellen mussten, die Beliebtheit der Ratenzahlung in Onlineshops ist nicht mehr zu stoppen. “Da kannst du auch versuchen den Leuten das Internet wieder wegzunehmen”, resümiert der geläuterte Polstolk. Die Banken haben reagiert und passten ihre Rechenzentren und Internetanbindungen an die Bedürfnisse der Kunden an. Der Paul G. ist jetzt bei einer Online-Bank und kauft weiter per Ratenzahlung im Internet.

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